Vorbereitung vor der Saftkur

Vor der Saftkur ist es wichtig einige Entlastungstage einzuplanen. Diese Vorbereitung soll auch besonders dazu beitragen Heißhungerattacken zu vermeiden. Man sollte sich ausgewogen und vor allem leicht ernähren. Du trinkst viel Kaffee und isst viel Einfachzucker? Versuche in den Entlastungstagen bereits darauf zu verzichten – es wird die Saftkur einfacher machen! Gerade der Zucker- und Koffeinentzug während der Saftkur können Kopfschmerzen und andere Nebenwirkungen hervorrufen, welche durch die Entlastungstage leicht zu vermeiden sind. Mindestens zwei bis drei Tage solltest du für die Entlastung einplanen. Die Zeit kannst du ideal für die Vorbereitung auf die Saftkur nutzen und dich stärker mit deiner Ernährung befassen. Was isst du normalerweise? Welche Gerichte solltest du in den Entlastungstagen zubereiten? In welchen Produkten steckt Haushaltszucker?

Bei starken Kaffee Konsum raten wir dir dazu diesen zu reduzieren. Am besten trinkst du bereits während der Entlastungstage keinen Kaffee mehr oder steigst auf entkoffeinierten Kaffee um.

 

Ablauf der Saftkur

Während einer Saftkur trinkt man durchschnittlich sechs verschiedene Säfte alle zwei Stunden. Es bleibt jedem selbst überlassen, um wie viel Uhr die Saftkur gestartet wird und wann beendet. Meistens haben die Säfte eine Nummerierung, welche den Ablauf der Säfte angibt. So ist es ganz einfach zu wissen mit welchem Saft man startet und mit welchem Saft man den Tag enden lässt. Oft ist die Zusammensetzung jedes einzelnen Saftes der Tageszeit zugeordnet. Morgens beispielsweise mit wichtigen Vitaminen, mittags mit wichtigen Fetten und abends etwas Leichteres.
Es ist außerdem sehr wichtig ausreichend Flüssigkeit während der Saftkur zu sich zu nehmen. Die Säfte der Saftkur ersetzen nämlich nicht die Flüssigkeit, welche man täglich aufnehmen soll. Es ist also ratsam mindestens 2 Liter zusätzlich zu den Säften zu trinken. Wem Wasser alleine zu langweilig ist, kann auch gerne zu Frucht- oder Kräutertee greifen. Wichtig ist nur, dass der Tee kein Koffein enthält – also kein Grün- oder Schwarztee. Denn auf Koffein, Alkohol und auch Nikotin sollte während der kompletten Saftkur verzichtet werden.

Tipp: Schon mal etwas von dem Placebo Effekt gehört? Unser Gehirn lässt sich ziemlich leicht veräppeln und es verbindet bekannte Gerüche oder Geschmäcker oft mit Dingen, die eigentlich ganz was anderes sind. Falls du es also gar nicht ohne Kaffee schaffen solltest, besorge dir einfach entkoffeinierten Kaffee. Der schmeckt und riecht nämlich genau wie normaler Kaffee – nur eben ohne Koffein. Unser Gehirn lässt sich hier ziemlich leicht austricksen und der Kaffee am Morgen während der Saftkur ist dann doch drin! Den Kaffee am Morgen aber bitte nicht mit einem Pumpkin Spice Latte verwechseln. Ein Schuss ungesüßste Pflanzenmilch ist noch in Ordnung, aber bitte keinen extra Zucker oder Süßungsmittel verwenden.

 

Was darf man während der Saftkur essen?

Eigentlich sollte der Begriff Saftfasten schon selbsterklärend sein. Während der Saftkur verzichtet man komplett auf die feste Nahrung und ernährt sich ausschließlich von den Säften der Saftkur.
In manchen Fällen kann der Hunger aber zu stark sein und bevor man die Saftkur ganz abbricht gibt es einige bessere Alternativen. Beispielsweise ist es erlaubt während der Saftkur etwas Gemüsebrühe zu sich zu nehmen. Das deckt nicht nur den Salzbedarf, sondern stillt auch das Hungergefühl, da man durch den salzigen Geschmack der Brühe etwas mehr das Gefühl hat Essen zu sich zu nehmen. Zudem kann die Gemüsebrühe auch eine tolle Abwechslung sein, da man auch etwas Warmes zu sich nehmen kann. Bitte achte bei der Auswahl der Gemüsebrühe auf die Inhaltsstoffe! Viele günstige Varianten enthalten neben Hefeextrakten auch einige Aromen und Zucker. Deine Wahl sollte auf eine reine Gemüsebrühe fallen, die auch wirklich nur Gemüse und Gewürze enthält. Einige Saftkur Anbieter bieten sogar eine eigene Gemüsebrühe oder Suppe an.

Falls auch die Gemüsebrühe nicht reichen sollte, versuche es mit etwas Rohkost. Beispielsweise ein paar Gurkenschnitze. Gurke besteht hauptsächlich aus Wasser und hat kaum Kalorien. Das Kauen von etwas Festem alleine kann aber oft schon das Hungergefühl stoppen. Wer es etwas spezieller möchte, kann auch gerne zu Sellerie greifen. Es wird ja behauptet, dass das Essen von Sellerie mehr Kalorien verbrennen soll, als Sellerie selbst enthält. Win win also!

 

Die Saftkur ist vorbei und jetzt? Nach der Saftkur

Die Saftkur dient oft als Start in einen Ernährungsumstieg. Lass es nach deiner Saftkur also langsam angehen und greife vielleicht erst auf Rohkost und leichte Gerichte zurück. Vielleicht fehlt dir nach der Saftkur ja sogar das Nikotin, das Koffein oder der Zucker gar nicht mehr? Das wäre doch der optimale Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören. Auch eine haushaltszuckerarme Ernährung soll das Wohlbefinden stark beeinflussen.

Greife auf vollwertige Kohlenhydrate zurück, wie zum Beispiel Naturreis, Haferflocken oder Quinoa. Danach kannst du wieder mit deiner gewohnten Ernährung starten – oder du überdenkst deine Essgewohnheiten und dein Essverhalten doch nochmal!

Die Saftkur ist übrigens kein einmaliges Ding. Experten raten dazu die Saftkur zwei- bis viermal im Jahr zu machen. Man kann sie allerdings so oft man möchte wiederholen! Wer allerdings die Saftkur über einen längeren Zeitraum machen möchte (über eine Woche) sollte dies mit einem Arzt klären und sich beaufsichtigen lassen.
Dem Wiederholen sind hingegen keine Grenzen gesetzt. Du möchtest die Saftkur drei Tage lang zweimal im Jahr machen? Einmal pro Quartal? Jeden Monat? Höre auf dich selbst und deinen Körper. Du alleine entscheidest, was gut für dich ist und wie oft du die Saftkur wiederholen möchtest.
P.S. Die Saftkur 4x im Monat zu wiederholen, zählt als langer Zeitraum und nicht als Wiederholung – also bitte vom Arzt betreuen lassen!