Was ist eine Saftkur?

Die Saftkur ist inzwischen unter vielen Namen bekannt: Juice Cleanse, Cleanse Kur, Detox Kur, Juicing – wer kennt es nicht? Alle verbindet aber eins – das Saftfasten.

Das Saftfasten ist auch als Heilfasten bekannt. Gerade in der Fastenzeit ist dies berüchtigt dafür, die Selbstheilungskräfte des Körpers und des Geistes zu aktivieren. Es sollen also Körper, Geist und Seele gereinigt werden. Heutzutage gehört die Saftkur schon zu einem gesunden Lifestyle und bei dem stressigen Alltag kann ein bisschen Zen wohl kaum schaden.

Während der Saftkur fastet man also mehrere Tage. Man verzichtet während der mehrtägigen Diät komplett auf feste Nahrung und ernährt sich ausschließlich von den Säften. Die Saftkur Säfte bestehen aus Obst und Gemüse und sollen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgen. Primär dient die Kur dem Saftfasten, was einen Start in eine Ernährungsumstellung veranlassen soll oder auch beim Abnehmen helfen kann. Gerade durch den Verzicht von festem Essen werden alte und oft auch ungesunde Ernährungsgewohnheiten geändert. Gerade dadurch soll eine langfristige Ernährungsumstellung angestrebt werden, die beim Abnehmen vorteilhaft ist.

Abnehmen mit einer Saftkur

Saftkuren dienen allerdings nicht primär dem Abnehmen. Die Abnahme ist häufig dem Verlust des Wasserspeichers zu Schulden und wird als positiver Nebeneffekt wahrgenommen. Sobald man sich aber wieder normal ernährt, füllen die Wasserspeicher sich wieder und das Körpergewicht pendelt sich wieder ein. Vielmehr soll eine Saftkur das Wohlbefinden sowie den Energiehaushalt des Körpers stärken.

 

Warum eine Saftkur: Was sind die Vorteile einer Saftkur?

Häufig sind wir gestresst, haben keine Zeit und ernähren uns deshalb ungesund. Teilweise machen wir uns gar keine Gedanken mehr was wir essen. Essen wir aus Gewohnheit oder haben wir tatsächlich Hunger? Was ist eigentlich das Hungergefühl und wie wird es gesteuert? Genau das macht die Saftkur aus. Sie klickt auf den Reset Button und gibt uns den Bezug zu unserer Ernährung zurück. Die Saftkur zeigt was ein Hungergefühl ist und wie wir es oft mit der Lust zu Essen verwechseln. Sie legt außerdem den Start in eine langfristige Ernährungsumstellung zum Abnehmen oder um gesündere Essensgewohnheiten zu setzen.

 

 

Häufige Fragen über die Saftkur

Saftkur wie lange?

Gerade für Einsteiger empfiehlt sich eine Saftkur über eine kürzere Zeit – beispielsweise eine 3 Tages Saftkur. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Saftkur etwas für dich ist, oder ob dir die Säfte schmecken, dann starte erstmal mit einem Safttag. Falls du dir absolut nicht vorstellen kannst komplett auf Nahrung zu verzichten, gibt es auch für dich eine Lösung! Oft gibt es die Saftkur auch in Kombination mit Suppen. Hier wird dann meistens ein Saft durch eine Suppe ersetzt und man hat trotzdem ein herzhaftes und salziges Gericht und spürt den Nahrungsentzug bzw. die Lust etwas zu essen nicht ganz so stark. Für Saftkur Experten oder Fastenexperten generell ist auch eine mehrtägige Saftkur kein Problem. Einige Anbieter vertreiben auch Saftkuren bis zu 7 Tagen. Alles darüber sollte mit einem Arzt besprochen werden.

Saftkur wie viele Säfte am Tag?

Durchschnittlich trinkt man über den Tag verteilt sechs Säfte. Alle zwei Stunden wird ein Saft getrunken. Zusätzlich soll man auch noch mindestens zwei Liter Wasser oder Frucht- oder Kräutertee zu sich nehmen. Wenige Anbieter bieten acht Säfte am Tag an. Oft ist hier der Inhalt aber weniger und durchschnittlich kommt man auf 2 Liter Flüssignahrung, egal ob 6 oder 8 Säfte.

Saftkur wie viel nimmt man ab?

Abnehmen während der Saftkur ist wie bereits erwähnt ein positiver Nebeneffekt. Allerdings liegt der Fokus des Saftfastens nicht auf der Abnahme. Unser Körper baut während des Fastens den Wasserspeicher ab und füllt ihn nach dem Fastenprozess wieder, sodass man nach der Saftkur schnell wieder auf sein ursprüngliches Gewicht zurückkommt. Viele Menschen die abnehmen möchten, nutzen deshalb die Saftkur als Start in eine gesunde Ernährungsumstellung, um damit eine langfristige und nachhaltige Gewichtsabnahme anzustreben.

 

Wann ist die ideale Zeit eine Saftkur zu machen?

Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Jeder kann selbst entscheiden, wann und wie er die Saftkur am passendsten findet. Einige möchten die Saftkur im Sommer machen, da sie in dieser Jahreszeit sowieso nicht so viel Hunger haben. Andere machen die Saftkur im Winter, da sie sich für den Sommer vorbereiten möchten. Einige nehmen sich lieber Zeit für die Saftkur und planen sie am Wochenende. Andere legen die Saftkur unter die Woche, da es während des Arbeitsalltags leichter fällt und man sich nicht darauf konzentrieren muss, was man essen soll und auch nicht so viele Gedanken ans Essen verschwendet. Wie man sieht, ist hier jeder Mensch unterschiedlich und jeder hat andere Bedürfnisse. Daher musst du wissen, wann für dich die richtige Zeit ist!

Eine eintägige Saftkur eignet sich allerdings ideal für Personen, die noch nicht wissen, ob die Saftkur geeignet für sie ist oder ob die Säfte einem überhaupt schmecken. Danach sollte man sich langsam herantasten und nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und die 7 Tage Saftkur starten. Eine 3 Tage Saftkur ist für den Anfang empfehlenswert.

 

Wann ist eine Saftkur nicht geeignet?

Du leidest an einer starken Fruktoseintoleranz oder bist schwanger? Dann lass bitte die Finger von einer Saftkur! Während der Schwangerschaft und auch der Stillzeit ist dein Körper bereits stark gefordert und muss für zwei Personen sorgen. Da solltest du deinem Körper nicht auch noch Kalorien entziehen. Einzelne Säfte vieler Saftkuranbieter eignen sich während der Schwangerschaft allerdings ideal als Nahrungsergänzung. Die meisten Säfte sind kaltgepresst und hochdruckbehandelt und beinhalten daher eine Vielzahl an Vitaminen und wichtigen Nährstoffen.

Bei einer starken Fruktoseintoleranz solltest du unbedingt deinen Arzt konsultieren. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil der Obst- und Gemüsesäfte sind hier bei einer Intoleranz Bauchschmerzen vorprogrammiert.

Du leidest an Problemen des Verdauungstraktes, des Herz-Kreislauf-Systems, hast einen erhöhten Blutdruck, Diabetes oder Krebs oder anderweitige medizinische Bedanken? Bitte wende dich unbedingt vor einer Saftkur an deinen Arzt! Nur dieser kann dir hier die richtige Empfehlung aussprechen.